Südkurier, Konstanz Der folgende Artikel erschien
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Südkurier, Konstanz,
am 20. Februar 2008
 
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Gastronomen sind gekürt

Die Geehrten am Montagabend: Die Urkunden zum Gastropreis werden die Preisträger als herausragende Gastronomen auszeichnen. Die Gäste hatten die Wahl, der Hauptpreis ging an das Hotel Restaurant Petershof.
Bilder: Hanser
VON PHILIPP ZIEGER
Der Wirtepreis Ingrid hat sich in Konstanz zu einer begehrten und angesehenen Auszeichnung unter den Gastronomen entwickelt. Das wurde durch die ergriffenen Worte der Preisträger bei der vierten Verleihung am Montagabend deutlich. Zum besten Restaurant 2008 kürten die Gäste den Petershof.
Konstanz - Es ist eine Wahl der Gastronomiebesucher. Die nehmen den Preis Ingrid des Konstanzer Wirtekreises als Ehrung für gute Arbeit ernst. Das lässt sich an 15000 Stimmkarten ablesen, die durch die Hände der Jury gingen. Zum Gremium zählten Bundestagsabgeordneter Andreas Jung, Kunsttherapeutin Dagmar Holynsky, Rolf Benzmann, Fernseh-Programmleiter, sowie Jörg-Peter Rau, Leiter der Konstanzer Lokalredaktion des SÜDKURIER. Sie traten als Laudatoren im Steigenberger Inselhotel auf. Dorthin waren alle Wirte gekommen, um ihren preisgekrönten Kollegen höchste Anerkennung auszusprechen. Andreas Jung bezeichnete die Wahl als eine "Abstimmung mit Messer und Gabel". Er sprach damit auf die Gästeabstimmung an. Die fiel in diesem Jahr auf den Petershof als bestes Restaurant und Hauptpreisträger. Dort wird die Statue Ingrid, von Peter Lenk nach Vorlage von Wirtin Ingrid Wilms geschaffen, ein Jahr lang stehen, nachdem sie im O'Lac den Seeblick genossen hatte. "Sie kommt in ein gutes Hotel", sagte Jung. Er attestierte Petershof-Chef Dieter Wäschle, ein Tausendsassa mit etlichen Ideen zu sein.

Die Statue Ingrid, von Peter Lenk nach Vorlage von Wirtin Ingrid Wilms geschaffenDer Hauptpreis mag nicht nur eine Auszeichnung für den Petershof als hervorragendes Restaurant sein, er unterstreicht auch Wäschles außerordentliches Engagement in der Konstanzer Veranstaltungsszene. Unter anderem zeichnet er sich für die publikumsträchtigen Sommernächte verantwortlich. "Es ist ein Wahnsinnsgefühl, hier oben zu stehen", sagte er bei der Ehrung auf der Bühne. Das Besondere an dem Preis sei, dass er von den Gästen vergeben werde. Wäschle, und seine Mitpreisträger, betonten jedoch: "80 Prozent unseres Kapitals ist das Team. Das ist Euer Preis.”, sagte er in Richtung seiner Angestellten. Wäschle gab als Vize-Vorsitzender des Landesverbandes des Hotel- und Gaststättenverbandes dem Bundestagsabgeordneten Jung etwas mit auf den Weg: "Uns würde es besser gehen, wenn die Politiker in Berlin nicht immer nur Verbote für uns Gastronomen machen würden." Bei der Veranstaltung in festlichem Rahmen wurde deutlich, dass es unter den 26 Mitgliedern des Wirtekreises keinen Konkurrenzgedanken gibt. Der Abend war von Respekt dem jeweils anderen gegenüber geprägt. Auch denen, die bereits zum dritten Mal bei dieser vierten Preisverleihung erfolgreich waren. Dennoch war Dieter Klug vom Suppengrün ergriffen. Er dankte seinen Mitarbeitern, die ihm und seiner Frau Angela Mössle-Klug besonders in schwierigen Zeiten zur Seite gestanden seien. Laudator Jörg-Peter Rau nahm in seiner Ansprache die Definition der Preisträgerkategorie "Systemgastronomie" unter die Lupe und kam zu dem Schluss, das Suppengrün habe "den Imagewandel der Suppenküche vom Armeleute-Futterstand zur trendigen, lifestyleorientierten Wellnessoase für die Mittagspause von Anfang an Mitbegleitet". Das Paar habe dem Wort "Systemgastronomie" durch ein großes Angebot einiges von seinem Schrecken genommen. Dieter Klug sagte, er und seine Frau hätten den selbst gesteckten Anspruch erreicht: "Qualität ist die Erfüllung von Gästeerwartung." Erneut Preisträgerin war die Cantina Rabajá, in der Kategorie "Spezialitäten-Restaurant". Laudator Rolf Benzmann lobte das "unvergleichliche Weinangebot" und die kulinarischen Genüsse. Wirt Michael König nahm den Preis entgegen.

Wo sich die Konstanzer Wirte gerne nach Feierabend treffen, das sei der Globetrotter, Preisträger in der Kategorie Kneipe, Bar und Weinstube. Dagmar Holynsky erzählte die Geschichte von Wirt Jochen Schnell nach: Er zog als Junge in die große weite Welt hinaus, um die exklusive Küche kennen zu lernen. Er sei "Botschafter des guten Essens und Herr der Cocktails", sagte die Kunsttherapeutin. Durch den Abend führten Hans Rommel und Christian Schlenker.
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